 |
 |
|
 |
| Stellungnahme des betroffenen Unternehmens | Zurück |
 |
 |
 |  |
| Herr / Frau | Herr Wolfgang Altmüller |
| der Firma | Salzburger Initiative Wachkomapatienten & Schädel-Hirn-Verletzte |
| gibt zu diesem Beitrag: | Jährlich erleiden in Österreich mehr als 400 Menschen das Schicksal eines Wachkomas (apallisches Syndrom). 50 % davon sind jünger als 40 Jahre!!! Durch die Fortschritte der Intensivmedizin steigt die Zahl der Betroffenen jährlich.
Das Wachkoma ist keine Erkrankung, sondern ein Folgeschaden. Die häufigste Ursache dafür sind Schädel-Hirn-Traumen nach Verkehrsunfällen und hypoxische Schäden nach Herzstillständen. Hypoxie resultiert großteils aus Herzinfarkten, welche gesellschaftsbedingt immer mehr jüngere Menschen betrifft. Dauerstress und Überbelastung sind dafür verantwortlich. Einen wirksamen Schutz gegen das apallische Syndrom gibt es nicht.
ES KANN JEDER DER NÄCHSTE SEIN - AUCH SIE!!!
Viele Studien und Erfahrungsberichte von ehemaligen Wachkomapatienten belegen, dass diese Menschen sehr wohl etwas empfinden. Viele von ihnen sehen und hören, können sich aber auf Grund der Schwere ihrer Gehirnschädigung nicht mit ihrer Umwelt in Verbindung setzen bzw. sich nicht bewegen. "Erwachte" Patienten beschreiben diesen Zustand oft als "Leben in einer Röhre" oder "Gefangenschaft im eigenen Körper". Fälschlicherweise werden sie immer wieder in die Kategorie "unwertes und nutzloses Leben" gesteckt. Man spricht ihnen das Recht auf Rehabilitation ab. So kommt es, dass 80 % in Pflegeheimen landen, welche weder auf die Betreuung noch auf die Rehabilitation von Wachkomapatienten ausgerichtet sind. Die Betroffenen sind zu unmenschlichem Siechtum verurteilt. Von öffentlicher Seite wird so gut wie nichts an diesem Zustand geändert. In einigen Ländern wird sogar schon von Wachkomapatienten als lebende Ersatzteillager in Form von Organspendern gesprochen.
Engagierte Menschen aus der Krankenpflege und Angehörige von Betroffenen haben den Verein HOPE gegründet, welcher sich dieser Patientengruppe annimmt und das "Wachkomahaus" errichten will, um diesen bedauernswerten Menschen echte Langzeitrehabilitation zukommen zu lassen.
Wir schreiben diesen Beitrag hier, weil Wachkomapatienten keine Lobby haben, welche sie unterstützt. Die Verwirklichung unseres Projektes kann aber nur funktionieren, wenn möglichst viele Menschen von dieser Versorgungslücke wissen und uns auch unterstützen.
Wer mehr über das Wachkoma oder apallische Syndrom wissen möchte, findet die Informationen auf unserer Homepage unter:
http://members.chello.at/hope.verein
Bolzer Thomas - Obmann
Rihs Rene - Schriftführer
|
| gepostet von | hope am 4.11.2002, 10:13 |
| folgendes Statement ab: | Wachkoma kann jeden Menschen von einer Minute auf die andere - mitten aus dem vollen Leben und ohne Vorwarnung - treffen.
Allen Wachkoma-Patienten steht ein Leben voll Wertschätzung und Achtung zu - wie für jeden völlig gesunden Menschen. So lange ein Mensch im Koma lebt, ist er durch Wahrnehmungen und Empfindungen mit seiner Umwelt verbunden.
Menschen im Wachkoma sind nicht Hirntot oder Sterbende.
Wachkomapatienten werden leider viel zu früh als Pflegefälle deklariert. Der Patient wird oftmals viel zu schnell aufgegeben und ohne jegliche Therapie in diverse Pflegeeinrichtungen, Seniorenheime oder Hospize überstellt, die den speziellen Anforderungen dieser Patientengruppe und dem Alter nicht entsprechen.
Problematiken in Salzburg:
In der Langzeitbetreuung von Menschen im Wachkoma gilt es die Familie nicht zu vergessen, sondern Möglichkeiten zu schaffen die Lebensverhältnisse und soziale Perspektiven für die gesamte Familie sicherzustellen und zu fördern, damit die Angehörigen nicht emotional ausgebrannt, sozial isoliert und finanziell ruiniert sind.
In Stadt und Land Salzburg besteht für Wachkomapatienten nach einer intensiv-medizinischen Betreuung und einem anschließenden Aufenthalt in einer Neurologischen Abteilung keine ausreichende weitere Versorgungsmöglichkeit.
Fehlen Pflege- und Langzeittherapieplätzen für Komapatienten:
Aus der Sicht der Salzburger Initiative Wachkoma-Patiente und Schädel-Hirn-Verletzte gibt es in Salzburg zu wenige qualifizierte, unmittelbar anschließende Therapiemöglichkeiten, speziell für die Frührehabilitation von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, sowie die daran anschließenden weiterführenden Maßnahmen der Langzeitrehabilitation.
Salzburger Initiative Wachkomapatienten & Schädel-Hirn-Verletzte |
|
|
 |