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| Stellungnahme des betroffenen Unternehmens | Zurück |
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| Herr / Frau | Herr Thomas Berger |
| der Firma (Abteilung) | Österreichische Bundesbahnen (Pressestelle) |
| gibt zu diesem Beitrag: | ich muss hier mal kurz meinen frust als täglicher pendler auf der westbahn (strecke s50) ablassen.
ich würde das ja gern an direkter stelle tun, aber am westbahnhof ist weit und breit kein personal mehr zu sehen, und in den zügen kommen auch keine schaffner mehr - wohl aus angst, von entnervten pendler gelyncht zu werden.
dass sich die öbb meisterhaft auf verspätungen versteht, ist hinlänglich bekannt und manchmal liegen dafür auch sicher ernsthafte, unumgängliche gründe vor.
aber dass mittlerweile JEDER stadteinwärtsfahrende zug auf der westbahn ab purkersdorf min. 10 min verspätung hat, ist nicht mehr erträglich.
z.B. letzte woche:
jeder tag: station purkersdorf-sanatorium
montag: zug um 9 uhr, 15 min verspätung
dienstag: zug um 8 uhr fällt kommentarlos aus; nachfolgezug plan 8 uhr 30, verspätung 10 min, also 8 uhr 40; über 40 min am bahnsteig zeit versch*****n
mittwoch: zug um 8 uhr 30: 15 min verspätung
donnerstag: zug um 8 uhr: 10 min verspätung
freitag: zug um 8 uhr 30: 15 min verspätung
nur der querschnitt einer woche.
übrigens: heute war der zug um 08 uhr 2 "pünktlich": 6 min verspätung
klar könnte man jetzt sagen, man geht von haus aus einfach 10 min später zum zug ... nur dann hat er halt ausnahmsweise nur 5 min verspätung...
aber im ernst: kann dem zahlenden fahrgast sowas zugemutet werden? ich für meinen teil kann verstehen, warum immer weniger pendler aus NÖ mit der bahn nach wien fahren wollen.
und wenn ich dann den slogan hör: "nerven sparen, bahn fahren" dann kann ich nur noch k****n |
| gepostet von | shockheadedpeter am 6.7.2004, 08:45 |
| folgendes Statement ab: | Sehr geehrter Kunde,
Verspätungen sind zugebenermaßen eine lästige Angelegenheit, liegen aber leider in der Natur der Sache. Das soll nicht heißen, dass Verspätungen bei den ÖBB an der Tagesordnung stehen. In Wirklichkeit halten wir zurzeit bei einem Pünktlichkeitsgrad von mehr als 90%. Pünktlich bedeutet in diesem Zusammenhang maximal 5 Minuten verspätet. In Ihren Ausführungen ist jedoch die Rede von 6 Minuten aufwärts. Das sind Werte, die bei uns Besorgnis verursachen. Einerseits, weil wir mit den Kunden mitfühlen - wir fahren ja auch selbst mit dem Zug und schätzen eingehaltene Abfahrts- und Ankunftszeiten - und andererseits, weil verspätete Züge ein ganzes Fahrplangefüge durcheinanderbringen können. Der dadurch entstehende "Knoten" ist, vor allem bei Strecken mit einer hohen Fahrplandichte - wie der Westbahn -, nur schwer wieder aufzulösen.
Der öffentliche Verkehr ist trotz alledem das pünktlichste Verkehrsmittel für Kunden. Vor allem im Vergleich zum Auto kann man mit dem Zug die Fahrzeit weit besser kalkulieren. Auf der Straße gehören Staus bereits zum Alltag. Nur da fällt es einem schwer, sich zu beschweren, da der Gegenpart fehlt.
Wie Sie in Ihrem Posting bereits ganz richtig geschrieben haben, liegen den Ursachen für Verspätungen driftige Gründe zugrunde. In der betreffenden Woche waren es beispielsweise Bauarbeiten im Bereich von Purkersdorf, die zu einigen Verkehrseinschränkungen geführt haben.
Aufgrund der umfangreichen baulichen Aktivitäten in den kommenden Jahren im Bereich der Schnellbahn, haben sich die Österreichischen Bundesbahnen dazu entschlossen möglichst viele Baustellen auf einmal zu bedienen, um die Bauphase insgesamt für die Kunden möglichst gering zu halten. Dass aufgrund der Intensität der Maßnahmen Verspätungen auftreten können, ist uns bewusst. Dafür entschuldigen wir uns in aller Form. Wir bauen jedoch nicht für uns um, sondern für unsere Kunden. Um für Sie und die anderen Pendler in Zukunft ein schnelles, sicheres und pünktliches Verkehrsmittel anbieten zu können.
Was die Verfügbarkeit von Zugpersonal und Mitarbeitern am Westbahnhof angeht, bin ich nicht ganz Ihrer Meinung.
In jedem Zug auf Ihrer Strecke ist ein Zugbegleiter im Zug. Sollte er es einmal nicht bis zu Ihnen schaffen, können Sie ihn bei jedem planmäßigen Halt am Bahnsteig antreffen.
Am Westbahnhof arbeiten insgesamt mehrere tausend ÖBB-Mitarbeiter. Hier zu schreiben, dass man keinen findet, escheint mir etwas abstrakt. Als Beispiel dafür, welche Plätze immer besetzt sind, seien hier nur die Personenkassen im Erdgeschoss bzw. der Infopoint bei den Bahnsteigen erwähnt.
Abschließend möchte ich mich noch einmal für die Verspätungen entschuldigen und um Ihr Verständnis für die notwendigen Maßnahmen ersuchen.
Vielen Dank und freundliche Grüße,
Thomas Berger
ÖBB - Pressestelle |
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| Kommentare |
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| | shockheadedpeter (27.7.2004, 13:31) | |
Sehr geehrter Herr Berger,
vielen Dank für Ihre Stellungnahme!
In der Tat hat sich die Situation seit ca. 1 Woche dramatisch verbessert. Seitdem fährt jeder Zug pünktlich, bravo!
Nur: kann solche extrem grossen Baustellen nicht vorab dem Kunden mitteilen, und gegebenenfalls den Fahrplan umorganisieren, also zB alle Schnellbahnzüge ca. 10 Min nach hinten verlegen?
Ich hab's leicht, ich habe freie Zeiteinteilung, aber was macht jemand, der püntlich um 9 Uhr ein Geschäft aufsperren muss?
Nur eines: es gibt kein Infopersonal am Westbahnhof. Wer versucht Information an den Kassen zu bekommen, macht das einmal und nie wieder. Und am Bahnsteig findet man bestenfalls jemanden bei Zügen kurz vor der Abfahrt, jedoch nie bei der Ankunft. Ich fahre jeden Tag, ich weiss wovon ich spreche.
Trotzdem Dank für Ihre Nachricht. |
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