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| Stellungnahme des betroffenen Unternehmens | Zurück |
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| Herr / Frau | Herr Thomas Berger |
| der Firma (Abteilung) | Österreichische Bundesbahnen (Pressestelle) |
| gibt zu diesem Beitrag: | Als Beförderungsfall hat man halt was zu erzählen!
Rüdiger vorm Walde hat bei seinem Antritt versprochen, die ÖBB nach deutschem Vorbild hinzurichten. Das ist ihm tatsächlich gelungen. Leider hat er dabei den in Deutschland erhältlichen Pünktlichkeitsgutschein bei die ÖBB vergessen!
Verspätungen bei den Zügen werden ja leider auch nicht seltener. Dann einen knappen Anschluß am Umsteigebahnhof zu erreichen, gelingt halt manchmal nicht. Auch ich musste schon 2x bei meinem Anschlußzug das Schlußlicht betrachten, während ich noch am Bahnhof stand. Dies liegt scheinbar daran, daß insbesondere Regionalzüge oft nicht auf den Anschluß warten.
Als Beförderungsfall erkundigt man sich dann, wie man dies verhindern könne. Laut ÖBB hat der Beförderungsfall die Pflicht beim Zugbegleiter zu erwirken, daß dieser versucht den Anschlußzug warten zu lassen. Rein vom Ablauf ist dies natürlich besonders kundenfreundlich, denn:
- Wie weiß ein einfacher Beförderungsfall, ob der Zug Verspätung haben wird?
- Wenn von 800 im Zug reisenden Personen ca. 400 fragen, wird das auch nicht funktionieren, da der Zugbegleiter überlastet sein wird.
- Die GSM-Verbindungen auf Bahnstrecken sind so schlecht, daß auch der ÖBB-Bedienstete schwer eine Verbindung bekommen wird.
Also versucht man dies mit einem Anruf bei der Beschwerdestelle unter der Telefonnummer 0810100755 zu ändern.
Mein Vorschlag war: Der Zugbegleiter könne doch bei einer eintretenden Verspätung über die Zugsprechanlage die Beförderungsfälle verständigen. Dann kann man den Zugbegleiter in den 15 Wagen suchen und ihn ersuchen, er soll erwirken, daß der Anschlußzug vielleicht warten möge.
Diese Idee wurde 15 Minuten lang als absurd mit allen möglichen Gegenargumenten zu widerlegen versucht, welche ich jedoch als ständig mit Kunden arbeitender Mensch, mental überhaupt nicht verstehen konnte.
Aber vielleicht liegt das Problem bei der Verkehrsleidzentrale der ÖBB?
mfg
Peter Dressel-Böck
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| gepostet von | Beförderungsfall am 26.6.2004, 12:01 |
| folgendes Statement ab: | Sehr geehrter Herr Dressel-Böck,
vielen Dank für Ihren Bericht in dem Sie über mehrere Erfahrungen im Zusammenhang mit Reisen im Nahverkehr berichten.
Selbstverständlich sind wir bemüht, allen Reisenden eine „Wartezeit freie“ Fahrt im Zusammenhang mit einem erforderlichem Zugwechsel zu ermöglichen. Das heißt, wir haben uns bereits im Vorfeld bei der Erstellung der Fahrpläne Gedanken gemacht, Wo, wie lange auf einen Anschlusszug gewartet werden kann. Das ohne das gesamte Fahrplangefüge zu beeinträchtigen und durch das Abwarten noch zusätzliche Verspätungen zu verursachen. Das Ganze haben wir in eigenen Richtlinien festgelegt.
Dabei ist ein Anschlusszug als Zug definiert, der in einem Bahnhof planmäßig den Übergang von Reisenden von einem Zubringerzug ermöglicht - wenn die Mindestübergangszeit gewahrt bleibt.
Ich bedanke mich nochmalig für Ihr Feedback und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag.
Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Berger
ÖBB Pressestelle
Diese Mindestübergangszeit ist jene Zeit, die für den Übergang von Reisenden (auch alten und gebrechlichen Menschen) entweder am selben Bahnsteig bzw. "niveaugleichen" Bahnsteigwechsel oder bei Wechsel auf einen anderen Bahnsteig erforderlich ist.
Das ist klarerweise für jeden Bahnhof gesondert festgelegt.
Natürlich ist eine zusätzliche Voraussetzung, dass ein Anschlusszug wartet, dass die disponierenden Leute über Reisende die diesen Zug benötigen, Bescheid wissen. Und genau hier, sind vor allem unsere Zugbegleiter gefordert. Diese haben nicht nur mittels Handy, sondern auch auf dem Großteil der Strecken über Zugfunk die Möglichkeit, die Verkehrsleitzentrale zu erreichen.
Wir arbeiten laufend daran, dass vor allem im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten oder Verspätungen, alle Fahrgäste zeitgerecht und umfangreich informiert werden. Dadurch ist es auch für unsere Kunden möglich, im Falle eines erforderlichen Anschlusszuges, unsere Betreuer vor Ort diesbezüglich zu kontaktieren. Denn speziell im Nahverkehr ist es für die Zugbegleiter oft schwierig und teilweise auch unmöglich das genaue Reiseziel der Fahrgäste anhand der Fahrkarte zu erkennen. Als Beispiel sei der Verkehrsverbund Ostregion angeführt, bei dem lediglich die Anzahl der Zonen, jedoch keine konkreten Zielbahnhöfe auf den Fahrausweisen angegeben sind.
Daher- vielen Dank für Ihre gute Idee von dementsprechenden Durchsagen im Zug! Als Dienstleistungs-Unternehmen leben wir vom Feedback und den Anregungen unserer Kunden und freuen uns über jeden konstruktiven Verbesserungs-Vorschlag. Nur so können wir die Bedürfnisse unserer Fahrgäste noch besser erfüllen. Es wurden daher alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der von Ihnen kontaktierten Abteilung wiederholt darauf hingewiesen, Ideen unserer Kunden als wichtige Quelle von Verbesserungsvorschlägen zu betrachten und diese auch dementsprechend weiterzuleiten. Es ist jedoch teilweise bereits so, dass wie oben angeführt an der Verbesserung der akustischen Informationen im Zug gearbeitet wird. Wir sind daher für jede Rückmeldung, wo dies nicht geklappt hat, sehr dankbar. Dadurch können wir im Gespräch mit den betreffenden Zugbegleitern auf Fehler aufmerksam machen und nochmals auf die Wichtigkeit exakter Durchsagen hinweisen.
Abschließend möchten wir noch zusammenfassen, dass wir uns selbstverständlich bemühen, Anschlüsse abzuwarten, um eine lückenlose Weiterfahrt zu gewährleisten. Manchmal aber ist es aus Gründen der betrieblichen Umsetzbarkeit aber einfach nicht möglich - und dafür bitten wir im Rahmen des "großen Gesamtfahrplanes" um Toleranz. Für weitere Ideen und Vorschläge sind wir stets offen und freuen uns, Sie wieder in unseren Zügen begrüßen zu dürfen.
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| Kommentare |
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| | Beförderungsfall (5.7.2004, 00:39) | |
Sehr geehrter Herr Thomas Berger!
Anstatt schwulstig ohne dedizierter Aussage zu antworten, würde ich Ihnen eine Bahnfahrt bei den schweizerischen oder deutschen Bundesbahnen empfehlen. Dort können Sie mittlerweile Kundenbehandlung studieren, welche Ihnen und den ÖBB leider im absolut fremd ist.
Die ÖBB sind derzeit in diesem unmöglichen unternehmerischen Zustand, welche auch die DB vor Jahren hatte. Die DB hat dazugelernt. Aufgrund Ihrer Stellungnahme steht nun jedoch zu befürchten, daß das Management der ÖBB diesen Lernprozess nicht durchmachen wird.
Der Beförderungsfall
PS: Sie fahren wahrscheinlich, wie das beim Management der ÖBB üblich ist, mit dem Dienstwagen um den Mißstand ÖBB nicht persönlich erleben zu müssen! |
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