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| Stellungnahme des betroffenen Unternehmens | Zurück |
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| Herr / Frau | Herr Martin Steixner |
| Position | Inhaber |
| der Firma | Vitalakademie |
| gibt zu diesem Beitrag: | Ich besuchte drei Monate lang die Vitalakademie in Wien. Mir war bei einem Infoabend gesagt worden, dass im Bereich "Gesundheit, Fitness und Wellness" 10.000 Arbeitsplätze pro Jahr geschaffen werden, und es somit leicht sei, diesbezüglich nach Beendigung der Ausbildung fündig zu werden. Ich zeigte das "Empfehlungsschreiben" sogar dem AMS.
Tatsache ist, dass nach Ende der Ausbildung von alledem nichts mehr übrig blieb. Am 7. August d.J. meinte zunächst ein Prüfer, dass ich durchgefallen sei, weil ich irgendeine lächerliche Übung nicht korrekt durchführte. Ich konnte dies nicht akzeptieren, fuhr zur Vitak und dort wurde mir mitgeteilt, dass ich insgesamt auf alle Fälle bestanden hätte. D.h., dieser dämliche Prüfer hat mich, ohne irgendeine Prüfungsordnung einzuhalten, sinnloserweise geprüft. Nun gut. Abgesehen davon, dass dieser Prüfer schon während der Ausbildung meine Individualität bekrittelte, und sich selbst Perfektion zugestand, die keineswegs gegeben war (ich sah nämlich eine Fernsehsendung, wo ein Arzt!!! genau jene Übung vorzeigte, mit der jener Prüfer nicht einverstanden gewesen ist, und die fitnessgeprüften "Probanden" machten genau jene Übung, mit der ich bei diesem Pseudoprüfer "durchgefallen bin!!!), verhielt es sich letztendlich so, dass auch die Geschäftsführung die versprochenen Praktikumsplätze nicht zur Verfügung stellte bzw. sich die Tatsache proklamierte, dass keineswegs von "10.000" Stellen in diesem "boomenden Bereich Wellness" die Rede ist.
Hier hat das Institut schlicht und einfach falsche Tatsachen in die Welt gesetzt, die unmöglich eingehalten werden können. Aufgrund der starken, und immer stärker werdenden Arbeitslosigkeit wäre es ja auch ein Wunderland, einen von 10.000 freien Plätzen im "Wellnessbereich" zu ergattern. Die Ausbildung zum Gesundheitstrainer erwies sich als Reinfall, und es wird von meiner Seite den Lesern dieses Beitrags empfohlen, von einer Ausbildung bei der Vitalakademie Abstand zu nehmen (ich musste dafür 3.908 Euro berappen!)
Einerseits schlechte Trainer und Prüfer (insbesondere der von mir beschriebene, welcher übrigens auch durch offenen Rassismus auffiel), andererseits eine seltsame Geschäftsführung. Zwar gibt es dort auch sehr gute Dozenten; doch das ändert nichts an der insgesamt absolut schlechten Wertigkeit dieser Akademie. Den Gang in die Selbständigkeit zu riskieren, was angeblich viele machen wollen, ist mir viel zu gefährlich. Da kann ich in wenigen Monaten Privatkonkurs anmelden... |
| gepostet von | SecretSquire32 am 4.9.2003, 08:06 |
| folgendes Statement ab: | Ich darf mich kurz vorstellen: mein Name ist Martin Steixner, ich bin Leiter und Inhaber der Vitalakademie.
Der Teilnehmer der diese Kritik vorbringt ist mir namentlich bekannt.
Die gleich eingangs dargestellte Situation im Bereich Gesundheit und Wellness mit jährlich 10000 neuen Arbeitsplätzen entstammt einer auch im ORF veröffentlichten Statistik des AMS. Der Sektor boomt tatsächlich sehr stark, was aber nicht heißt, dass wir jedem Teilnehmer ein Jobversprechen abgeben können. Wie in allen Branchen ist letztlich neben dem Fachwissen die persönliche Ausstrahlung entscheidend, um tatsächlich erfolgreich zu werden. 2/3 der lt. Statistik jährlich entstehenden neuen Arbeitsplätze entstehen auf selbststänidger Basis. Die Absolventen arbeiten mit häufig mit einem oder mehreren Kooperationspartnern im Fitness- Wellness- oder Gesundheitsbereich zusammen.
Das Risiko eines Konkurses ist dabei nicht groß, da für eine Tätigkeit als Gesundheits- und Wellnesstrainer keine großen Investitionen notwendig sind. Die Hauptinvestition ist sicher die Ausbildung. Viele Absolventen beginnen ihre Tätigkeit auch nebenberuflich und wachsen so langsm in ihre Tätigkeit hinein.
Der genannte "dämliche" Prüfer hat dem leider im praktischen Bereich sehr schwachen Teilnehmer noch einen Tag Einzelnachhilfe erteilt, damit dieser Teilnehmer die praktische Prüfung besteht. Erst nach der Prüfungskonferenz wurde entschieden, dass der Teilnehmer die Abschlussprüfung positiv bestanden hat, er wurde keinesfalls sinnlos geprüft, sondern bekam die Möglichkeit, im praktischen Bereich ein 2. Mal anzutreten.
Was die Wertigkeit der Trainer und Dozenten betrifft, ist die Ausbildung an der Vitalakademie vom Österreichischen Normungsinstitut zertifiziert, und ist damit die einzige zertifizierte Ausbildung in diesem Bereich, mit einer festen Prüfungsordnung, ausführlichen Skripten und fachlich erstklassigen, ausgesuchten und auch intern weitergeschulten Vortragenden. Wir wissen alle, dass nicht jeder Mensch mit jedem gleich gut kann. Der genannte, und in diesem Beitrag besonders kritisierte Vortragende, ist ein sehr bekannter Mann in der Fitnessszene, der jahrelange Erfahrung mitbringt und bereits Hunderte Trainer ausgebildet hat. ER stößt allerdings aufgrund seines Temperaments immer wieder einmal auf Kritik, da er sehr direkt ist, und von den Lehrgangsteilnehmern viel persönliches Engagement und viel Einsatz fordert.
Die Vitalakademie bietet Teilnehmern sehr wohl auch Jobs und Praktikumsplätze an, nur werden diese nicht in erster Linie an die schwächsten Absolventen vermittelt, da unsere Absolventen auch immer unsere Aushängeschilder sind. Seit Ende des Lehrgangs wurden bereits einige Job- und Praktikumsangebote an Absolventen des Lehrgangs per E-mail verschickt. Der kritisierende Teilnehmer wird von unserer Seite dann an eine Stelle vermittelt, wenn diese auch für ihn passt. Er ist nach unsere Abschlusskonferenz nach Ansicht aller Trainer und Vortragenden durchaus geeignet, beispielsweise mit Kindern oder älteren Menschen zu arbeiten, sollte aber nicht unbedingt in ein Fitnessstudio vermittelt werden, wo er sich wahrscheinlich nur weiterer Kritik aussetzten muss, und aufgrund seiner Persönlichkeit als Trainer nicht hinpasst.
Für weitere Kritik oder Anfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Meine Mailadresse lautet: martin.steixner@vitak.at |
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| Kommentare |
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| | SecretSquire32 (5.9.2003, 11:41) | |
@ Little django
Danke für deine netten Worte. Tut gut, so etwas zu lesen. Die von dir aufgezählten Argumente sind deckungsgleich mit meinen.
beste Grüße,
SecretSquire32 |
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| | Little django (5.9.2003, 10:19) | |
nun ja, "investitionen" als solches sind sicher nicht zu machen, aber: wenns es hauptberuflich machst, brauchst soviel bares um 3 jahre lang davon leben zu können und finanzamt/soz.vers. zu zahlen. und das ist nicht wenig. meistens benötigt man doch einen raum/büro der gemietet werden muss. telefon/strom/div. nebenkosten auch noch. also die bedenken der @ss32 versteh ich schon.
wobei es im wellness-bereich sicher einfacher ist sich "nebenberuflich" selbständig zu machen und wenns läuft komplett umzusteigen. aber jeder ist für so ein risiko nicht geeignet/nicht bereit dafür und @ss32 hat meine hochachtung dazu zu stehen.
die stellungnahme find ich aber in ordnung, zumal der leiter ja auch sagt, dass der trainer ein eigenartiger aneckender typ ist.
wünsch dir auf alle fälle viel glück in deinem neuen beruf @ss32 |
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| | michi (5.9.2003, 07:55) | |
| Ich find die Stellungnahme auch in Ordnung. Und was soll schon wirklich für ein Risiko dabei sein, sich als Personaltrainer selbstständig zu machen? Man hat ja fast keine Investitionen zu tätigen. |
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| | SecretSquire32 (4.9.2003, 17:31) | |
Der sogenannte "Prüfer" hat sich mir gegenüber sehr unkollegial verhalten, und verfügt über keinerlei soziale Kompetenz.
Es steht auch fest, dass mit einem "Prüfungsgespann" (mindestens 2) bzw. einem sozial kompetenten Prüfer die erwähnte "praktische Prüfung" anders ausgegangen wäre.
Auf die erwähnte "Einzelnachhilfe" möchte ich nicht dezidiert eingehen, da hierbei eher von einer "Belehrung" als einer "Nachhilfe" zu sprechen ist. Von Motivation hat der Typ auf alle Fälle keine Ahnung, und somit ist die Sache für mich sowieso gegessen.
Meine Leistung insgesamt als schwach zu bezeichnen, entbehrt jeder Logik. Es war eine rein subjektive "Entscheidung", die dieser "schwachen Leistung" zu Grunde liegt. So einfach schluckt ma ned die Krot, auch wenn das sicher viele andere Menschen in meiner Situation tun würden.
In Fitnessstudios, das sei zum Abschluß geschrieben, wollte ich ohnehin nie arbeiten. Mehr will ich dazu nicht sagen. |
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| | SecretSquire32 (4.9.2003, 17:20) | |
Es ist natürlich klar, dass der Geschäftsführer der Vitak sich vehement gegen die Vorwürfe wehren will; dies ist sein gutes Recht. Allerdings sind seine Argumente nicht schlüssig. Er verteidigt die Möglichkeit, den Beruf selbständig auszuüben, damit, dass hierzu keine Kosten anfielen. Doch der Weg in die Selbständigkeit ist in jedem Falle ein großes Risiko, was unmöglich einfach so vom Tisch gefegt werden kann. Natürlich kann auch "nebenberuflich" ein bisserl gearbeitet werden, um in die Branche "hineinzuwachsen." Aber nebenberuflich kann ma allerlei machen, wie bekannt ist...
Zur Prüfung selbst: Der verteidigte "Prüfer" führte diese "Wiederholungsprüfung" ganz allein durch; d.h. das "Prüfungsergebnis" hing ganz allein von seinem "Gut"- oder eben "Schlechtdünken" ab. Mir wurde von einem netten Menschen der Vitak mitgeteilt, dass ohnehin daran gedächt werde, die Abschlußprüfung vor mindestens zwei Prüfern abzulegen, da somit persönliche Ressentiments nicht mehr ins Spiel kommen./1 |
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| | sabifa (4.9.2003, 16:41) | |
| Ich finde die Stellungnahme absolut in Ordnung. |
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