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Herr / Frau Teammitglieder 2abMS
der FirmaTeam der 2abMS
gibt zu diesem Beitrag:Im Jahr 2001 meldeten wir unseren Sohn für die Mittelschule Hammerfestweg an, wo er auch genommen wurde. Während der ersten Klasse kam uns bald einiges ziemlich eigenartig vor. Nach und nach erkannten wir, dass sich in dieser Schule eine Gruppe von Lehrern gefunden hatte, die die Schule (bzw. einzelne Klassen) auf eigene Faust zu einer Montessori-Schule umfunktionieren wollen. Erfahren haben wir das rein zufällig in einem Gespräch mit seiner Klassenlehrerin ("Ja wissen sie nicht, dass wir hier nach Montessori unterrichten?". Man hat uns vorhernie informiert!). Der Unterricht hat so ausgesehen: Die Kinder bekamen Arbeitsblätter mit Arbeitsplänen für etwa 1 Monat, damit sollten sie sich den Lernstoff selbst erarbeiten und sich danach selbstständig zu einer Prüfung (Lernzielkontrolle) anmelden. In der Klasse war kein normaler Unterricht. Jeder sollte gerade das Fach machen, das ihm Spaß macht. Auf Wunsch durften die Kinder auch jederzeit in den Hof Fussballspielen gehen. Wie das Ganze dann vor sich ging, kann sich jeder leicht ausmalen: Die Kinder (unserer) haben nichts gelernt, waren nur im Hof Fußballspielen. Die Lehrer haben uns erklärt, das System sei gut, weil die Kinder so lernen, selbstständig zu arbeiten. Wir haben ihnen geglaubt und uns das noch weiter angesehen. Als dann letztes Jahr die 2. Klasse losgegangen ist und es schon wieder so angefangen hat, dass wir unserem Sohn daheim selbst den Stoff beibringen mussten (komplett, denn erklärt hat es ihm in der Schule nie jemand, weil er ja nicht danach gefragt hat) hat es uns gereicht. Wir haben ihn schweren Herzens aus der Schule genommen und ihn nach 1 Monat in der 2. Klasse einen Schulwechsel machen lassen. Was sollen wir sagen: jetzt am Ende der 2. Klasse hat er irre Fortschritte gemacht, ist ein guter Schüler, und alles nur, weil er (wie viele Burschen und Mädchen in diesem pupertierenden Alter) eine gute Führung benötigt, und keine Riege von Lehrern, die sich selbst nur profilieren möchten. Klar, wenn am Schluss in einer Klasse nur mehr diejenigen übrig bleiben, die fleißig von selbst alles lernen, ist den Lehrern der Job gleich viel bequemer. Langer Rede kurzer Sinn: Wir sind sehr froh, dass wir diesen schwierigen Schritt getan haben und unser Kind aus dieser Schule genommen haben, die ihm fast sein ganzes Leben verpfuscht hätte. Herzlichen Dank an seine neue Schule und all den engagierten Lehrern! Ing. Zadnik Roman
gepostet vonRoman Zadnik am 17.6.2003, 07:39
folgendes Statement ab:Das Team der 2abMs würde gerne wie folgt zu ihrem Artikel vom 17.6.03 Stellung nehmen: Als die beiden Montessori - orientierten Freiarbeitsklassen eröffnet wurden, gab es im Juni des vorangegangenen Schuljahres einen Elternabend, an dem das Arbeitskonzept dieses Teams vorgestellt wurde. Alle Eltern, die bis zu diesem Zeitpunkt auf unserer Schülerliste standen, wurden dazu eingeladen. Zwei weitere Elternabende gab es im September der ersten Klasse, in denen ebenfalls die Arbeitsweise Thema war. Im Laufe der ersten Klasse gab es zahlreiche Elterngespräche und KLassenabende, in denen detailtreich das "Neue Lernen" mit Schülern und Eltern erarbeitet wurde. Es gibt, da in Österreich Methodenfreiheit herrscht, sehr viele unterschiedliche Unterrichtsmodelle. Wir haben uns für das oben genannte entschieden. Es gibt kein Unterrichtsmodell, das allen Schülern entspricht. Die Aufgabe jedes Teams ist es unserer Meinung nach, gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrern ein Unterrichtskonzept zu leben, das der Mehrheit der Teilnehmer entspricht. Genau das versuchen wir.
 Kommentare

ghillie (11.3.2008, 19:44)
es geht auch nicht darum, ob ein unterrichtsmodell der mehrheit der teilnehmer entgegen kommt. eine öffentliche schule hta sich an den vorgegebenen lehrplänen zu orientieren.

mich würde interessieren, was da der stadtschulrat dazu gesagt hat. leider schon ein altes thema.


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