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| Stellungnahme des betroffenen Unternehmens | Zurück |
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| Herr / Frau | Herr Thomas Dr.Stöhr |
| Position | Tierarzt |
| der Firma | Tierklinik Traiskirchen |
| gibt zu diesem Beitrag: | April 1999, mein Rottweiler war damals gerade 4 Monate alt, als er zum Lahmen anfing. Ich fuhr sofort in die Tierklink Traiskirchen, damals war eine sehr gute Praktikantin in der Praxis, die nahm sofort beim Hund das Blut ab. Es stellte sich heraus, dass es Babesiose, hervorgerufen von einem Zeckenbiss, war. Damals überlebte er knapp. Kosten für Blutuntersuchung, 3 Infusionen und eine Bluttransfusion ÖS 13.000,-. Als ich beide Ärzte (Dr. Stöhr und Dr. Vogelsinger) unabhängig voneinander fragte, ob er die Krankheit noch einmal bekommen könne, sagten alle zwei zu mir, nie mehr, er ist jetzt für immer immun gegen Babesiose.
Mein Rotti starb vor zwei Wochen im Alter von 3 Jahren ... an Babesiose.
Am 5.11.2001 hatte mein Zwergpudel ein Abszess am Rücken direkt neben der Wirbelsäule, auch sie konnte schlecht bzw. nur langsam gehen, also stand wieder ein Besuch in der Tierklinik an. Dr. Stöhr verarztete das Abszess, ich meinte, er sollte auf jeden Fall auch eine Blutprobe nehmen und es auf Babesien untersuchen. Dies lehnte er forsch ab und sagte, ich als Tierarzt werde ja wohl wissen, was Ihr Tier hat, in drei bis vier Tagen ist der Hund wieder gesund. Er gab ihr noch zwei Inkjektionen und schickte uns nach Hause, aber vorher verlangte er noch ÖS 2.000,- für die Injektionen und für das Versorgen der eitrigen Wunde.
Drei Tage später hatte mein Pudel Fieber und konnte überhaupt nicht mehr gehen, also wieder auf zur Tierklinik Traiskirchen, diesmal beim Dr. Vogelsinger. Dieser nahm eine Blutprobe ab und wunderte sich zur gleichen Zeit, dass das nicht schon sein Kollege beim letzten Besuch gemacht hat.
Es war wieder Babesiose, ich musste meinen Hund über Nacht in der Klinik lassen, wo er Infusionen bekam.
Als ich am nächsten Tag kam und meinen Pudel abholen wollte, war er in der Nacht verstorben.
Und für die Infusion und den Abtransport des Tierkadavers verlangte er dann noch ÖS 1.800,-.
Beide Hunde trugen immer ein Zeckenhalsband und wurden zweimal in der Woche zusätzlich mit einer flüssigen Zeckenabwehr behandelt.
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| gepostet von | HZ am 12.4.2002, 07:31 |
| folgendes Statement ab: | Wir bedauern aufrichtig den frühen Tod des Rottweilers Akim des Herrn Z., wollen aber zu den zum Teil falschen Vorwürfen wie folgt Stellung nehmen:
Die Blutuntersuchung im April 1999 erfolgte nicht durch eine Praktikantin, sondern eine Tierärztin, und nicht auf Grund von Lahmheit, sondern wegen hochgradiger Gelbsucht.
Die Behandlungskosten setzten sich aus mehreren Blutuntersuchungen zur Kontrolle des Krankheitsverlaufes, der erwähnten stundenlangen Bluttransfusion des hochgradig geschwächten Tieres und einer über 2 Wochen dauernden künstlichen Ernährung mit Infusionen, großteils bei Hausbesuchen (vom Besitzer ausdrücklich gewünscht!!) zusammen.
Die Immunität nach Babesioseinfektionen beträgt zwischen 6 und maximal 12 Monaten, darauf wurde auch Herr Z. hingewiesen.
Der jetzige Tod des Rottweilers dürfte daher auf eine nicht rechtzeitig behandelte Neuinfektion des in Ungarn gehaltenen Tieres zurückzuführen sein.
Die Behandlung des Zwergpudels vom Nov. 2001 ist auf Grund des klinischen Erscheinungsbildes (Abszess unmittelbar der Wirbelsäule aufsitzend und tief reichend) korrekt. Da zum Zeitpunkt der Erstvorstellung keinerlei Hinweise auf eine Babesioseinfektion vorlagen, wurde von uns auch kein dahingehender Verdacht ausgesprochen. Eine forsche Ablehnung einer Blutuntersuchung ist nie erfolgt. Die Behandlungskosten an diesem Tag betrugen 500,- ATS incl. 20 % USt., und nicht 2.000,-ATS.
Das Honorar von 1.800,- ATS für Blutuntersuchung, nächtliche intravenöse Dauerinfusion, Überwachung des Patienten und schließlich Abtransport entspricht der tierärztlichen Honorarordnung und ist keinesfalls als erhöht anzusehen.
Da Herr Z. bei beiden Hunden von Lahmheit bzw. Bewegungsstörungen spricht, drängt sich der Verdacht auf, dass er die beiden durch Zecken übertragbaren Krankheiten Borreliose (hier ist Lahmheit Hauptsymptom) und Babesiose (Symptome: hochgradige Schwäche, Blutarmut, Gelbsucht) verwechselt.
Zeckenhalsbänder und flüssige Zeckenmittel minimieren das Risiko eines Zeckenbefalls, können aber nicht sicher gegen eine durch Zecken übertragbare Krankheit schützen. Ein Impfstoff gegen Babesiose ist in Österreich nicht zugelassen und auch nach wissenschaftlicher Meinung nur bedingt wirksam.
Da in unserer Tierklinik mehrere Babesiose-, Borreliose- und auch einige Ehrlichiosefälle pro Jahr vorgestellt werden, ist uns der Umgang mit diesen Krankheiten gut vertraut.
Für weitere Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung,
Ihre Tierklinik in Traiskirchen. |
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